Koalitionsvertrag 2025

Pfeilwegweiser mit der Beschriftung Regierungsbildung
Der neue Koalitionsvertrag liefert wichtige Ansatzpunkte für den Mittelstand. Steuererleichterungen, Bürokratieabbau, Digitalisierung, Energiekosten, Fachkräfte und mehr Geschwindigkeit bei Genehmigungen – die Richtung stimmt. Aber Papier allein schafft noch keine Zukunft. Entscheidend wird jetzt, wie ernst es die neue Koalition mit ihren Ankündigungen wirklich meint. Spannend wird vor allem, ob die SPD damit umgehen kann, jetzt nicht mehr Koch in einer linken Regierung zu sein – sondern Juniorpartner in einer bürgerlich-konservativen Regierung. Oder ob sie – wie zuvor die FDP – in die Rolle einer inneren Opposition rutscht. Mit womöglich der gleichen fatalen Wirkung für das Land: Dass am Ende nicht entschieden, nicht gestaltet und nicht vorangebracht wird – sondern blockiert, verwaltet und verzögert.

Koalitionsvertrag 2025: Eine ToDo-Liste mit Potential – jetzt kommt es auf die Umsetzung an.

Der neue Koalitionsvertrag 2025 bietet mehr Licht als Schatten. Viele wichtige Themen des Mittelstands sind angekommen – von Steuererleichterungen über Bürokratieabbau bis hin zu Digitalisierung und Fachkräfteeinwanderung. Aber: Papier allein schafft keine Zukunft. Entscheidend wird jetzt, was daraus gemacht wird.

Das gefällt uns – Die Pro-Seite:

  •  Bürokratieentlastungsgesetz V angekündigt
    – Ein wichtiges Signal: Bürokratieabbau soll wieder aktiv gestaltet werden.
  • KMU-Check für neue Gesetze
    – Endlich wird geprüft, was kleine Unternehmen wirklich leisten können.
  • Digitalisierung von Genehmigungsverfahren
    – Gute Richtung – wenn es schnell und praxisnah umgesetzt wird.
  • Degressive Abschreibung bis 30 % für Investitionen
    – Ein echter Investitionsmotor für den Mittelstand.
  • Sozialabgaben sollen bei max. 40 % gedeckelt bleiben
    – Planungssicherheit für Arbeitgebende.
  • Stromsteuer wird auf EU-Mindestmaß gesenkt
    – Direkte Entlastung bei den Energiekosten.
  • Genehmigungsbeschleunigung bei Erneuerbaren Energien geplant
    – Beschleunigung ist das Gebot der Stunde.
  • Glasfaserausbau bis 2030 flächendeckend
    – Gute Perspektive – aber es muss schneller gehen.
  • Reform Fachkräfteeinwanderung angekündigt
    – Gut gedacht – jetzt zählt die Umsetzung in der Praxis.
  • Statusfeststellungsverfahren für Selbstständige wird reformiert
    – Ein überfälliges Update für moderne Arbeitsformen.
  • Materielle Präklusion für schnellere Verfahren
    – Mehr Planungssicherheit und Verlässlichkeit für Unternehmen.

Das sehen wir kritisch – Die Contra-Seite:

  • Keine Senkung der Unternehmenssteuern trotz Standortdruck
    – Ein Wettbewerbsnachteil bleibt bestehen.
  • Steuervereinfachung unklar formuliert
    – Gute Idee, aber völlig offen, wie sie ausgestaltet wird.
  • Keine explizite Förderung von Eigenkapitalbildung
    – Dabei wäre Eigenkapital gerade jetzt entscheidend.
  • Industriestrompreis nur für große energieintensive Unternehmen
    – Der Mittelstand bleibt (mal wieder) außen vor.
  • Eigenstromproduktion & Mittelstand kaum adressiert
    – Hier braucht es dringend faire Regeln für alle.
  • Verwaltungsdigitalisierung ohne konkrete Maßnahmen zur Vereinfachung
    – Digitalisierung alleine reicht nicht – es muss einfacher werden.
  • Altersvorsorgepflicht für Selbstständige bleibt unklar
    – Verunsicherung für Gründerinnen und Gründer bleibt bestehen.
  • Keine vollständige Gründungsoffensive
    – Deutschland braucht mehr Mut zur Gründungskultur.
  • Förderverfahren weiter komplex
    – Gerade für KMU eine echte Hürde in der Praxis.
  • Viele Maßnahmen abhängig von weiterer Ausgestaltung
    – Gefahr: Gute Ansätze könnten im Verfahren steckenbleiben.

Der Koalitionsvertrag 2025 überrascht positiv. Wer Gestaltungsspielräume für den Mittelstand sucht, findet viele. Aber: Es ist noch alles offen. Papier ist geduldig – Umsetzung entscheidet

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