„Wir Unternehmen. Hauptstadtbüro“ legt Forderungskatalog mit zehn Quick Wins vor.
Der Staat verspricht Entlastung – der Mittelstand wartet. Mit der Föderalen Modernisierungsagenda haben Bund und Länder einen großen Rahmen für Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau gesetzt. Auf dem Papier klingt vieles richtig. Entscheidend ist aber, was bis Mitte 2026 tatsächlich im Alltag von Unternehmerinnen und Unternehmern ankommt.
Deshalb legt Wir Unternehmen. | Hauptstadtbüro e.V. jetzt ein ausführliches Positionspapier vor:
„Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau – oder nur Marketing? Zehn Quick Wins, die der Staat jetzt liefern muss.“
Frist gesetzt: 30. Juni 2026
Hintergrund ist der politische Kalender: Nach der letzten Sitzungswoche des Bundestages 2025 werden viele Vorhaben faktisch erst 2026 entschieden. Gleichzeitig haben Bund und Länder sich verpflichtet, zur MPK Ende Juni 2026 über Fortschritte bei der Modernisierung zu berichten.
Für uns ist klar:
Bis zum 30. Juni 2026 müssen erste spürbare Entlastungen für Unternehmen umgesetzt oder beschlossen sein – sonst bleibt die Modernisierungsagenda ein Marketingprojekt.
Zehn Quick Wins für alle Branchen
Als branchenübergreifender Verband konzentrieren wir uns auf Maßnahmen, die quer durch den Mittelstand Wirkung entfalten und keine hochspezialisierte Facharbeit voraussetzen. Das Positionspapier benennt unter anderem:
Abschaffung der Bonpflicht – als sichtbares Symbol dafür, dass der Staat es ernst meint mit Bürokratieabbau.
Halbierung von Dokumentationspflichten – mit einer ersten konkreten „Streichliste“ für Unternehmen bis Mitte 2026.
Bündelung von Berichtspflichten und konsequente Anwendung des Once-Only-Prinzips: Daten nur einmal melden, nicht dreimal in unterschiedlichen Portalen.
Ausweitung von Genehmigungsfiktionen – wer drei Monate lang keine Antwort bekommt, soll endlich Planungssicherheit haben.
Mehr Anzeige, weniger Antrag – insbesondere bei kleineren Vorhaben im Gewerbe- und Baurecht.
Wegfall unnötiger Registerauskunfts- und Nachweispflichten,
Umstellung von Schriftform auf Textform (E-Mail) als Regelfall
und die Rückführung der Pflicht zum Datenschutzbeauftragten auf EU-Niveau, damit nationale Übererfüllung KMU nicht länger zusätzlich belastet.
Branchenspezifische Reformen – etwa im Agrarbereich, im Tierarzneimittelrecht oder bei komplexen Umwelt- und Infrastrukturverfahren – unterstützen wir politisch, verstehen sie aber ausdrücklich als Gemeinschaftsaufgabe mit den zuständigen Fachverbänden.
„Staatsmodernisierung ist eine Bewährungsprobe“
Im Positionspapier machen wir deutlich:
Staatsmodernisierung ist kein PR-Slogan, sondern eine Bewährungsprobe.
Wird der Alltag für Unternehmen einfacher, schneller, digitaler – oder bleibt alles beim Alten?
Daran wird sich messen lassen, ob die Föderale Modernisierungsagenda wirklich der Startschuss für einen moderneren Staat ist – oder nur die nächste Hochglanzankündigung.
Vollständiges Positionspapier online
Das ausführliche Papier „Staatsmodernisierung und Bürokratieabbau – oder nur Marketing? Zehn Quick Wins, die der Staat jetzt liefern muss“ steht auf unserer Website zum Download bereit.
👉 Hier geht es zum Positionspapier
Mitmachen, mitreden, mitgestalten
Wir laden Unternehmerinnen, Unternehmer, Verbände und politische Entscheidungsträger ein, sich an der Debatte zu beteiligen:
Welche Pflichten bremsen Ihren Betrieb heute am meisten aus?
Welche der zehn Quick Wins würden Sie zuerst umsetzen?
Wo braucht es darüber hinaus dringend Entlastung?
Mit unserer Kampagne „Meine 50 Cent“ machen wir deutlich:
Schon ein kleiner Beitrag ermöglicht eine starke, unabhängige Mittelstandsstimme in Berlin – damit Staatsmodernisierung nicht auf der Regierungsbank endet, sondern in den Unternehmen ankommt.